Man glaubt es vielleicht gar nicht, aber auch in meiner Heimat im Nordosten von Deutschland kann man eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen beobachten. Dazu muss man nicht extra nach Südamerika reisen. Allein in der Umgebung der Havel gibt es über 150 Arzneipflanzen.
Letztes Semester hatte ich einen Kurs an der Uni, in dem wir gelernt haben wie bestimmte Gifte aus Pflanzen hergestellt werden können. Natürlich möchte ich das hier nicht im Detail beschreiben, aber ich war erstaunt wie einfach das von jedem Zuhause gemacht werden kann. Der Kurs war so spannend, dass ich wahrscheinlich noch nie so fleißig meine Mitschriften angefertigt habe.
Ich erinnere mich noch genau an ein spezielles auch für Menschen tödliches Gift, welches erst nach 24 Stunden zum Tod führt. Der Prozess kann durch viel Bewegung beschleunigt werden, sodass man schon nach 2-3 Stunden stirbt. Das hieß osculum vitis, diese Sachen bekommen irgendwie immer solche lateinischen Namen. Latein ist bei mir zwar nicht viel hängengeblieben, aber es ist schon faszinierend zu lernen wie solche Vorgänge in unserem Organismus ablaufen.